7 Anzeichen, dass du dich im falschen Studiengang befindest.

Manchmal zweifelt man an seinem Studium. Spätestens, wenn die nervigen Fächer überhand nehmen, man wenig Sinn in dem sieht, was man da eigentlich tut und sich von Semester zu Semester quält. Dann stellt man sich die Frage, ob man vielleicht das falsche Studium gewählt hat.

Aber woher weiß ich, ob es wirklich so ist? Es kann doch auch sein, dass ich einfach gerade eine schlechte Phase habe, durch die ich halt durch muss. Oder haben es Studiengänge einfach an sich, dass sie anstrengen und uninteressant sind?

Oft ist man sich nicht ganz sicher, ob man sich den falschen Studiengang ausgesucht hat oder nicht.

Deshalb habe ich hier 7 eindeutige Punkte, die darauf hindeuten, dass du dich im falschen Studium befindest.

7 Anzeichen für den falschen Studiengang

1. Du quälst dich durch die Vorlesungen

Wenn jede Vorlesung zur Qual wird. Wenn dich weder die Inhalte interessieren, noch ein Ziel motiviert, dann ist das ein klares Anzeichen dafür, dass du dich im falschen Studiengang befindest.

Ich spreche aus Erfahrung. Auch bei mir war es so, dass mich die wenigsten der Vorlesungen interessiert haben und ich irgendwann nicht mehr die Motivation aufbringen konnte, die Inhalte aufzunehmen.

Es gibt eigentlich immer gewisse Vorlesungen, die einen weniger interessieren, die aber halt zum Studium dazugehören. Das kann man noch hinnehmen, wenn der Großteil des Studiums passt.

Wenn allerdings die uninteressanten, scheinbar sinnlosen Fächer überwiegen, dann befindest du dich vielleicht im falschen Studiengang.

2. Du siehst wenig Sinn in den Studieninhalten

Ich sitze in der Vorlesung. Ist ja eigentlich ganz interessant, aber was bringt mir das alles? Was ist der Sinn des ganzen?

Als ich noch dual studiert habe, konnte ich Gott sei Dank gleich einen Einblick in die Arbeitswelt gewinnen. Mir fehlte die Sinnhaftigkeit der Aufgaben, die ich zu erfüllen hatte.

Durch den Sinn in dem was du tust bekommst du Motivation. Wenn dieser aber fehlt, dann kann es sein, dass du dich nach einiger Zeit in die Arbeit schleppst, weil du nicht weißt, wofür du das alles eigentlich tust. – Für Geld natürlich. Aber sollte das die einzige Motivation sein?

Mir reicht das nicht. Ich erwarte mir etwas mehr Erfüllung in dem was ich mein Leben lang tue.

3. Du hast keine Lust dich mit den Lerninhalten auseinanderzusetzen

Jeder, der schon mal studiert hat, kennt es. Die nächste Hausarbeit steht an. Schon bei der Themenwahl habe ich Probleme, weil mich eigentlich nichts so richtig interessiert. Endlich ein Thema gefunden, für das ich mich mehr, eher weniger begeistern kann und jetzt soll ich 20 Seiten darüber schreiben – eine Qual.

Als nächstes stehen die Prüfungen an. Mit Müh und Not wird in der letzten Woche vor den Prüfungen noch das Wichtigste auswendig gelernt, auf das man es danach möglichst schnell wieder verdrängt.

Wo ist da der Sinn? Ich sehe keinen.

Ich mache gerade die Erfahrung, dass es auch Spaß machen kann, sich mit den Studieninhalten auseinanderzusetzen, weil sie mich interessieren und ich neugierig bin, mehr darüber zu erfahren.

Das ist auch möglich!

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4. Du siehst keine Perspektive

Das Studium ist ja schön und gut, aber was kommt danach? Was fange ich damit an?

Wenn dich dein Studium für einen Beruf qualifiziert, mit dem du dich so überhaupt nicht identifizieren kannst, dann bist du entweder im falschen Studiengang oder aber du hast einfach Interesse an den Inhalten und nimmst das Studium als gute Erfahrung mit. Ohne danach im entsprechenden Berufsfeld tätig zu sein.

Wenn du allerdings weder eine berufliche Perspektive siehst, die dich reizt, noch Interesse am Studium hast, dann sind das klare Anzeichen dafür, dass du dich im falschen Studium befindest.

5. Du hast deine Talente und Fähigkeiten in anderen Bereichen

Ich habe ein Informatik-Studium gemacht, obwohl ich meine Talente und Fähigkeiten eher in kreativeren Bereichen sehe. Warum? Weil ich mir zu wenig Gedanken oder die falschen gemacht habe. Ich wusste nicht, was mir wirklich wichtig ist.

Wenn du in einem Studium steckst, das weder deinen Interessen, noch deinen Fähigkeiten und Talenten entspricht, dann ist das meines Erachtens vergeudetes Potenzial.

Wenn du dich für ein Studium und damit ein Berufsfeld entscheidest, in dem du besondere Talente hast, dann kannst du damit viel mehr erreichen, als wenn du etwas tust, was nicht zu dir passt, nur weil angeblich ein gutes Gehalt wartet. Außerdem wirst du wahrscheinlich glücklicher und zufriedener sein.

6. Die anderen Studenten sind viel motivierter

Kennst du das, wenn du in der Vorlesung sitzt und dich so gar nicht aufraffen kannst, die wesentlichen Inhalte aufzunehmen und mitzuschreiben? Da gibt es andere, die scheinbar hoch motiviert alles aufsaugen, was gesagt wird. Sie sind mit Begeisterung und Interesse bei der Sache.

Warum kann es mir nicht so gehen, denkst du dir. Ganz einfach. Alle Menschen haben unterschiedliche Interessen und Werte. Für den einen ist es vielleicht sehr wichtig, einfach nur viel Geld zu verdienen. Also hat er eine große Motivation das Nötige dafür zu tun. Dem anderen ist es viel wichtiger sich mit Themen auseinanderzusetzen, die ihn interessieren. Deshalb befindet er sich in einem Studiengang, der ihn interessiert. Seine Motivation entsteht also durch das Interesse und das Feuer für die Inhalte.

Und was ist mit dir?

Vielleicht befindest du dich im falschen Studiengang?

7. Du weißt etwas, was dir viel mehr Spaß machen würde

Warum sitze ich eigentlich in diesem Studiengang, wenn mir andere Dinge viel mehr Spaß machen? Wenn ich ein viel größeres Interesse für andere Themen habe, in denen ich einen echten Sinn sehe?

Es gibt doch andere Studiengänge, die mich viel mehr interessieren. In denen ich mich so fühlen könnte, wie die, die immer hoch motiviert in den ersten Reihen sitzen und die Inhalte förmlich aufsaugen. Die sofort wissen, worüber sie ihre Hausarbeit schreiben wollen und Lust haben die entsprechenden Inhalte zu recherchieren.

Das klingt jetzt ein bisschen übertrieben oder?

So extrem muss es ja auch nicht sein. Aber wenn du einen Studiengang kennst, der ein größeres Feuer in dir entfachen würde, als der jetzige, was gibt es dann noch zu überlegen?

Befindest du dich im falschen Studiengang?

Wie siehts bei dir aus? Kannst du die nötige Motivation für dein Studium aufbringen? Bist du an den Inhalten interessiert und siehst du einen Sinn darin? Kannst du dir vorstellen im angestrebten Berufsfeld tätig zu werden?

Oder zweifelst du daran, dass du dich im richtigen Studium befindest?

Es gilt natürlich immer auch abzuwägen, was man wofür in Kauf nehmen möchte. Wenn es mir wichtig ist gut zu verdienen, dann gibt es da angeblich relativ sichere Wege, die vielleicht mit einem ätzenden Studium und einem Job, der keinen Spaß macht, verbunden sind. Aber wenn der Wert „finanzielle Sicherheit“ so wichtig ist, dann muss man das vielleicht tun.

Das soll allerdings nicht heißen, dass man finanzielle Sicherheit und Freiheit nicht auch auf einem anderen, weitaus interessanteren Weg erlangen kann. Im Gegenteil. Ich glaube daran, dass es so vielleicht sogar einfacher sein könnte und auf jeden Fall mit mehr Spaß verbunden ist.

Was hältst du von dem Thema? Hast du dich für den richtigen Weg entschieden?

Schreibe gerne einen Kommentar über deine Meinung oder Erfahrungen.

Aber was jetzt?

Hast du festgestellt, dass du tatsächlich den falschen Studiengang gewählt hast?

Dann kommt natürlich die Frage auf, wie du jetzt damit umgehst?

Ist es besser das Studium abzubrechen oder muss ich das jetzt durchziehen?

In kürze folgt ein Beitrag zu dem Thema. Trage dich in den Newsletter ein um ihn nicht zu verpassen.

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8 Kommentare

  1. Tim

    Hi Johannes,

    deine Übersicht finde ich ganz gut. 🙂

    Das Problem ist aus meiner Sicht aber: Jeder hat mal Zweifel. Und diese Zweifel sind eigentlich gut und nicht immer direkt ein Indiz dafür, dass man sich im falschen Studiengang befindet.

    Identifiziere ich mich mit dem gesamten Vorlesungsstoff im Studium? Nein, sicher nicht.
    Gibt mir jedes Modul eine Perspektive? Nein, manche Inhalte finde ich super sinnlos.
    Bin ich immer motiviert? Nein, es gibt Tage, an denen hasse ich das Studium.

    Und das ist alles auch okay so. Es gibt diese Phasen. Und in diesen Phasen muss man sich durchbeißen und einfach dranbleiben.

    Das Studium abzubrechen ist zwar eine Option, aber wirklich nur dann, wenn fast gar nichts zusammenpasst und man einen deutlich besseren Weg für sich persönlich gefunden hat. Ich finde deinen Artikel gut, aber die Sichtweise ist mir zu verkürzt, du kleiner Schlingel! 🙂

    Oder mal zurückgefragt: Glaubst du, dass es DEN RICHTIGEN Studiengang gibt? 🙂

    Schöne Grüße
    Tim

    Antworten
    • Johannes

      Hey Tim,

      ich kann deinen Einwand nachvollziehen. Natürlich gibt es Phasen, in denen einem sein Studium besser gefällt und welche in denen es gar keinen Sinn zu machen scheint. In so gut wie jedem Studium gibt es Fächer und Inhalte, mit denen man sich nicht wirklich identifizieren kann und die einen nicht interessieren. Auch das ist überhaupt nicht schlimm, solange sie nicht überwiegen!

      Allerdings muss ich sagen, dass ich selbst die Erfahrung gemacht habe, dass sich relativ viele Studenten möglicherweise doch im „falschen“ Studiengang befinden. Denn wir werden so stark von der Gesellschaft, unserem Umfeld, unseren Eltern und Freunden beeinflusst, dass wir meinen bestimmte Erwartungen erfüllen zu müssen, auch wenn uns das nicht immer bewusst ist. Und so kommt es, dass sich viele für ein Studium entscheiden, dass ihnen nicht wirklich entspricht.

      Ich habe erlebt, wie es ist etwas zu studieren, was nicht zu mir passt und wie cool es sein kann ein für mich richtiges Studium gefunden zu haben. Außerdem habe ich mein erstes Studium abgebrochen, ohne dass ich einen deutlich besseren Weg vor Augen hatte. Zu wissen, was man nicht will reicht manchmal aus es nicht weiterhin zu tun, auch wenn man noch keine wirkliche Alternative gefunden hat. Und nein, man muss sich nicht durchbeißen und dranbleiben! Das ist lediglich ein Glaubenssatz, der dazu führen kann, dass man sich sein ganzes Leben lang durchbeißen muss!

      Nun zu deiner Frage, ob es DEN RICHTIGEN Studiengang gibt. Wenn ein Studium gewisse Vorraussetzungen in Bezug auf berufliche Aussichten, Interesse, Sinn, usw. erfüllt, dann ist es meiner Meinung nach das Richtige. Die Grundalge dafür ist eine intensive persönliche Auseinandersetzung und der Mut das zu studieren, was man wirklich will und nicht das, was von einem erwartet wird.

      Liebe Grüße
      Johannes

      Antworten
  2. Julia

    Hey!

    Ich hätte mal eine Frage…
    Was studierst du (bzw. was hast du studiert), nachdem du das Informatik-Studium abgebrochen hast?

    Ich studier zurzeit auch Informatik, bezweifle aber gewaltig ob es das richtige für mich ist.
    Und weil du meintest, dass du eher im kreativen Bereich deine Talente hast (was ich auch von mir behaupten könnte), würde mir deine Antowrt auf die Frage oben vielleicht helfen 🙂

    Liebe Grüße, Julia

    Antworten
    • Johannes

      Hey Julia,

      ich studiere Marken- und Kommunikationsdesign. Ist eine Mischung aus Design und Marketing. Das taugt mir viel besser, weil es einfach sehr gut zu mir und meinen Fähigkeiten passt.
      Also ich habe den Studienabbruch auf jeden Fall nicht bereut und würde es auch wieder so machen. Es kommt natürlich immer auch auf deine ganz persönliche Situation an, ob so ein Studienwechsel Sinn macht.
      Ich habe die Einstellung, dass man das tun sollte, was man wirklich will und damit glücklich und erfolgreich wird 😉

      Viele Grüße, Johannes

      Antworten
  3. Lisa

    Hi Johannes,

    hilfreicher Artikel! Hat mir auf jeden Fall mehr Klarheit gebracht!
    Trotzdem zweifle ich noch, ob ich mein aktuelles Studium abbrechen soll oder nicht. Bin erst im 2. Semester und es passt eigentlich nicht wirklich zu mir. Bin nicht motiviert und sehe auch keine Perspektive in dem Studiengang, aber ich weiß auch nicht, was ich stattdessen studieren soll. Vielleicht hast du ja noch einen Rat für mich.

    Grüße Lisa

    Antworten
    • Johannes

      Hey Lisa,

      danke für das Feedback!
      Ich kenne deine Situation zu schlecht, um dir einen konkreten Tipp zu geben. Du solltest nicht bei den ersten aufkommenden Zweifeln abbrechen, wenn du dich aber dauerhaft durch die Vorlesungen quälst, das Studium nicht zu dir passt und du keine Zukunft in diesem Bereich siehst, dann kann ein Abbruch schon Sinn machen. Hier ein weiterer hilfreicher Artikel dazu: http://studierdich.de/soll-ich-mein-studium-abbrechen/

      Um Klarheit darüber zu erlangen, wie es für dich weitergeht und herauszufinden, was du wirklich willst, empfehle ich dir den beliebten Guide für die Studienwahl: http://studierdich.de/was-soll-ich-studieren/

      Hoffe, das bringt dich weiter! LG Johannes

      Antworten
  4. Mihael

    Passend zu Punkt 4 aus eigener Erfahrung:

    Der Prof fragt in der Vorlesung war nach dem Studium denkt Taxifahrer zu werden. Es melden sich über die hälfte der Studenten im Hörsaal. Danach habe ich dann mein Soziologie-Studium aufgegeben. Während meiner Promotion in Wirtschaftswissenschaften habe ich dann aber gemerkt wie kurzsichtig das war. Es gibt immer viele Möglichkeiten nach einem Studium. Als Student sieht man das nur leider nicht immer.

    Antworten
    • Johannes

      Cool, dass du deine Erfahrung teilst!
      Du hast recht, letztendlich ist es vielleicht gar nicht sooo wichtig, was man studiert, sondern eher, was man hinterher daraus macht. Oft landen Menschen nach dem Studium in völlig anderen Berufen.

      Antworten

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